Die Wirkungsweise des ST-Zaums
- Mattis Kühnen
- 7. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Der Genick- und Halsbereich des Pferdes gehört zu den empfindlichsten Regionen des Körpers. Nerven, Wirbel und Schleimbeutel liegen hier sehr nah beieinander. Schon geringe Druckeinwirkungen können Komfort, Bewegungsfreiheit und Rittigkeit beeinflussen.
Funktionelle Entkopplung von Nasenriemen und Genickstück
Bei herkömmlichen Zaumzeugen zieht sich der Nasenriemen beim Kauen oder auf Zügelhilfen leicht nach unten. Ist er direkt mit dem Genickstück verbunden, überträgt sich dieser Druck auf das Genick.
Der ST-Zaum löst dieses Problem über eine gezielte Umlenkung des Drucks an einer Stelle. So bleibt das Genickstück stabil und unbelastet, auch wenn der Unterkiefer aktiv arbeitet oder Zügelhilfen eingesetzt werden. Dadurch funktioniert der Nasenriemen unabhängig vom Genickstück.
Anatomisch geformtes Genickstück
Das Genickstück ist so geformt, dass eine freie Ohrenbewegung ermöglicht ist und trotzdem ein Verrutschen des Zaums verhindert wird. Die spezielle Form verteilt den Druck gleichmäßig und reduziert lokale Belastungen.
Gesamtkonzept der Funktion
Der Nasenriemen bleibt stabil, unabhängig von Kaubewegungen.
Backenriemen und Kinnriemen sichern den Zaum, ohne das Genick zu belasten.
Zügelhilfen wirken direkt am Gebiss, ohne empfindliche Strukturen im Genick zu belasten.
Vorteile für Reiter und Pferd
Der Reiter kann Zügelhilfen klar einsetzen, ohne zusätzlichen Druck auf das Genick zu erzeugen.
Das Pferd behält Bewegungsfreiheit im Genick und kann Kauen und Halsbewegung frei ausführen.
So wird das Arbeiten der tragenden Rückenmuskulatur erleichtert und das Wohlbefinden des Pferdes maßgeblich unterstützt.
! Der ST-Zaum ersetzt kein Training oder Unterricht, sondern unterstützt diese, indem er Komfort, Bewegungsfreiheit und Klarheit beim Reiten fördert.








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